Eine Analyse am Beispiel von sechs Nachhaltigkeitsberichten: ESG-Pflichten und ihre Nebenwirkungen für die Personalberichterstattung, Chancen und Leerstellen
Die nichtfinanzielle Berichterstattung ist für große Unternehmen Bestandteil des Geschäftsberichts, wenn sie nach der europäischen Richtlinie CSRD berichten. Da die Themenpalette des Nachhaltigkeitsberichts nach CSRD Personalthemen einschließt, haben die Unternehmen ihre Personalberichterstattung weitgehend in die Nachhaltigkeitsberichterstattung integriert, separate Personalberichte gibt es kaum noch. Anhand der Berichte von sechs Unternehmen prüft die Studie exemplarisch die Folgen der CSRD-Berichterstattung für die Personalberichterstattung. Sie sind zwiespältig: Einige Anforderungen der CSRD beispielsweise in Bezug auf Kennzahlen und Wirksamkeitsüberprüfungen führen zu qualitativen Verbesserungen. Auf der anderen Seite folgt die Berichterstattung einer anderen Logik, so dass es keine konsistente Personalberichterstattung gibt. Personalthemen finden sich über den Bericht verstreut. Aufgrund der Beschränkung auf Themen, die als wesentlich ermittelt werden, können wichtige Personalthemen entfallen. Für den Aufsichtsrat wird die Prüfung der Personalstrategie dadurch komplexer und aufwändiger. Die Analyse verknüpft die Erkenntnisse mit Handlungsempfehlungen für Aufsichtsräte mit Blick auf die Prüfung der Personalberichterstattung.
Stichworte: CSRD-Berichterstattung, Personalberichterstattung
Quelle
Giertz, Jan-Paul (2026):
ESG-Pflichten und ihre Nebenwirkungen für die Personalberichterstattung, Chancen und Leerstellen - Eine Analyse am Beispiel von sechs Nachhaltigkeitsberichten
Mitbestimmungspraxis Nr. 70, Düsseldorf, 39 Seiten