Forschungsprojekt: Transformation in produzierenden KMU

Sozialpartnerschaftliche Lernreise Zukunftsprodukte - Ein Bildungsmodul für Mitbestimmungsakteure zur partizipativen Gestaltung der Transformation in KMU

Projektziel

In vielen KMU stehen die Mitbestimmungsakteure in der Transformation angesichts fehlender Zukunftsstrategien vor der Herausforderung, Prozesse zur Erschließung neuer Produkte und Kompetenzen anzustoßen, um die Zukunft der Beschäftigten langfristig zu sichern. Im Projekt wird das dafür erprobte Vorgehensmodell „Sozialpartnerschaftliche Lernreise Zukunftsprodukte“ als Bildungsmodul aufbereitet.

Veröffentlichungen

Ziegler, Alexander und Maximilian Locher, 2024. Sozialpartnerschaftliche Lernreise für Zukunftsprodukte. Ein interaktiver Praxisleitfaden für den industriellen Mittelstand, [online] https://www.isf-muenchen.de/wp-content/uploads/2024/10/Praxisleitfaden_Sozialpartnerschaftliche-Lernreise.pdf, zuletzt abgerufen am 31.10.2024München: Institut für sozialwissenschaftliche Forschung e.V., 51 Seiten.

Projektbeschreibung

Kontext

Das Projekt „Transformation im Mittelstand. Eine sozialpartnerschaftliche Lernreise in der Automobilzuliefererindustrie“ wurde in der Förderlinie „Transformation“ der Hans-Böckler-Stiftung gefördert und im Februar 2024 beendet. Im Projekt wurde mit der „Sozialpartnerschaftlichen Lernreise Zukunftsprodukte“ ein Vorgehensmodell für die Erschließung neuer Geschäftsfelder und die Gestaltung der damit einhergehenden Transformationsprozesse in produzierenden Unternehmen des industriellen Mittelstands unter Beteiligung von Sozialpartnern und Beschäftigten entwickelt. Es wurde bei einem mittelständischen Automobilzulieferer mit hoher Abhängigkeit vom Antrieb mit Verbrennungsmotor erfolgreich angewendet. Aufbauend auf die Projektergebnisse soll ein Modul für die Bildungsarbeit der Mitbestimmungsakteure entwickelt werden, um ihnen das Wissen und die Fähigkeiten zu vermitteln, die „Sozialpartnerschaftliche Lernreise Zukunftsprodukte“ in der Betriebsrats- und Gewerkschaftsarbeit anzuwenden.

Fragestellung

Ziel des Projektes ist es, den Akteuren der Mitbestimmung durch eine praxisnahe und zielgruppenorientierte Aufbereitung das Wissen und die Kompetenzen zur Anwendung des Vorgehensmodells „Sozialpartnerschaftliche Lernreise Zukunftsprodukte“ zu vermitteln und anhand der im Referenzbeispiel erzielten Ergebnisse zu veranschaulichen. Damit sollen sie in die Lage versetzt werden, Prozesse der Geschäftsmodellentwicklung in produzierenden Unternehmen des industriellen Mittelstands anzustoßen, aktiv mitzugestalten und im Sinne von Beschäftigungssicherung und Guter Arbeit zu prägen. Im Mittelpunkt steht die Frage: Wie kann das Vorgehensmodell „Sozialpartnerschaftliche Lernreise Zukunftsprodukte“ didaktisch so aufbereitet und vermittelt werden, dass es für die Arbeit von Gewerkschaften und Betriebsräten nutzbar wird?

Untersuchungsmethoden

Im Rahmen der Entwicklung des Moduls für die Bildungsarbeit von Mitbestimmungsakteuren soll zum einen eine Handreichung erstellt werden, welche das Vorgehensmodell der Sozialpartnerschaftlichen Lernreise Zukunftsprodukte in einer interaktiven PDF grafisch darstellt und in Form eines Praxisleitfadens anhand der im Referenzbeispiel erzielten Ergebnisse komprimiert und verständlich erläutert. Komplementär wird ein Konzept für einen beteiligungsorientierten Workshop entwickelt und getestet, der auf die Bedürfnisse der Zielgruppe zugeschnitten ist und Mitbestimmungsakteuren die Fähigkeiten vermittelt, die Sozialpartnerschaftliche Lernreise Zukunftsprodukte in ihrer Arbeit anzuwenden.

Die Konzeption und Durchführung des beteiligungsorientierten Workshops erfolgt im Austausch mit dem Team Transformation der IG Metall Baden-Württemberg, das auch Praxispartner im Projekt „Transformation im Mittelstand. Eine sozialpartnerschaftliche Lernreise in der Automobilzulieferindustrie“ war.

Projektleitung und -bearbeitung

Projektleitung

Dr. Alexander Ziegler
ISF München

Kooperationspartner

Maximilian Locher
IG Metall IG Metall Baden-Württemberg
Team Transformation

Kontakt

Dr. Manuela Maschke
Hans-Böckler-Stiftung
Forschungsförderung